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Gedanken zu den Objekt-Arbeiten,

 

etwas tiefer greifend.

 

" Freunde "

 

Die Bezeichnung der Arbeiten als "Freunde" oder auch "Freundeskreis" bestärkt ja

eine Art Zuwendung gegenüber Anderen.

Natürlich nicht platt und undifferenziert, sondern humorvoll.

Die Formen selbst sind Archetypen, sozusagen eine Aussage über 

tief sitzende Form-Begrifflichkeiten, basierend auf ein Empfinden des besonderen Daseins,

des augenblicklichen Daseins.

Augenblicklich wie die Wahrnehmung es in der Jugend und Kindheit möglich machte.

Eine Erinnerung an das Früh-in-der-Welt-Sein.

 

Diese meine Arbeit ist so eine Erinnerung und sie ist eine Wiederkehr der Formen,

die als verlustig empfunden werden. Sie werden gespeist von Empfindungen die

aus etwas Tieferem kommen. Tiefer als nur die Ebene des begrifflichen Ausdrucks.

So wie Haus - Lok - Radio - Nilpferd.

Ein Heraufbeschwören von Bestandteilen der Welt, eines Lebensortes.

Keineswegs der Ausdruck des Wissens.

Und ein Heraufbeschwören das zwar armselig erscheinen mag, aber dessen Armut

oder Schematismus der Formsprache in diese etwas hineinlocken kann,

sozusagen in die Leere unter den Linien und Flächen,

 

etwas wie ein früher Morgen.

 

Mit dieser Armut der Formen wird das Sichtbare durchlöchert von Unsichtbarem,

fast entschuldigend, aber wesentlich!

Ein Zum-Vorschein-Kommen einer unterschwelligen Einheit - ein Subtext - gepaart

mit dem Bedürfnis nach einem humorvollen Umgang mit dem Dasein in der Welt.